In keiner Branche ist der Fachkräftemangel so akut wie in der Pflege. Über 200.000 Pflegefachkräfte fehlen in Deutschland. Die durchschnittliche Vakanzzeit liegt bei 286 Tagen. Kliniken schließen Stationen, Pflegeeinrichtungen lehnen neue Bewohner ab, ambulante Dienste können die Versorgung nicht mehr sicherstellen.
Gleichzeitig gibt es weltweit qualifizierte Pflegefachkräfte und Therapeuten, die in Deutschland arbeiten möchten. Die rechtlichen Rahmenbedingungen für ihre Einstellung sind so gut wie nie zuvor. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie der Prozess konkret funktioniert.
Welche Qualifikationen bringen internationale Pflegekräfte mit?
Die Kandidaten verfügen in der Regel über eine abgeschlossene Ausbildung oder ein Studium im Gesundheitsbereich mit mindestens zwei Jahren Dauer. Viele haben Berufserfahrung aus Krankenhäusern und Kliniken in ihren Herkunftsländern. Die häufigsten Herkunftsländer für Pflegekräfte in Deutschland sind die Türkei, Bosnien-Herzegowina, die Philippinen und Tunesien.
Berufsanerkennung: Der entscheidende Schritt
Pflege ist ein reglementierter Beruf. Das bedeutet: Ohne Berufsanerkennung darf eine Pflegefachkraft in Deutschland nicht eigenverantwortlich arbeiten. Seit Januar 2025 erfolgt die Anerkennung ausschließlich nach dem Pflegeberufegesetz. Bei voller Anerkennung kann die Fachkraft sofort eigenverantwortlich eingesetzt werden. Bei Teilanerkennung mit Defizitbescheid stehen Kenntnisprüfung oder Anpassungslehrgang zur Verfügung — beides berufsbegleitend möglich, mit bis zu zwölf Monaten Zeit nach Arbeitsbeginn.
Über die Anerkennungspartnerschaft kann die Fachkraft auch einreisen und als Pflegehilfskraft arbeiten, während die volle Anerkennung noch läuft — sofern der Arbeitgeber tarifgebunden ist oder eine Pflegeeinrichtung nach SGB XI betreibt.
Sprachkenntnisse: B2 ist der Standard
Für Pflegeberufe ist in der Regel Deutsch auf Niveau B2 erforderlich. Das ist sowohl für die Berufsanerkennung als auch für die Fachsprachprüfung relevant. Kandidaten, die noch nicht auf B2 sind, können parallel zum Vermittlungsprozess in unserer hauseigenen Sprachschule Education by PVPLUS geschult werden. So geht keine Zeit verloren.
Pflegehilfskräfte: Neuer Zugangsweg seit 2024
Seit März 2024 gibt es einen eigenständigen Zugangsweg für Pflegehilfskräfte aus Drittstaaten. Voraussetzung ist eine abgeschlossene Pflegehelfer-Ausbildung in Deutschland oder eine als gleichwertig anerkannte ausländische Qualifikation. Dieser Weg eignet sich besonders für Fachkräfte, die zunächst als Hilfskraft einsteigen und parallel ihre volle Anerkennung als Pflegefachkraft anstreben.
Unser Komplettservice für Pflegeeinrichtungen
Die Rekrutierung internationaler Pflegekräfte ist aufwändig — aber mit dem richtigen Partner wird sie planbar. PersonalvermittlungPlus übernimmt den gesamten Prozess: Kandidatensuche, Qualifikationsprüfung, Berufsanerkennung, beschleunigtes Fachkräfteverfahren, Visum, Sprachkurs, Wohnungssuche, Flughafenabholung, Behördengänge und laufende Integrationsbegleitung. Wir kümmern uns auch um den Familiennachzug — denn Fachkräfte, die ihre Familie bei sich haben, bleiben deutlich länger.
Für Sie als Arbeitgeber fühlt sich das an wie eine ganz normale Einstellung — nur dass Ihre neue Fachkraft aus dem Ausland kommt. Den Rest machen wir.
Sie möchten wissen, wie internationale Fachkräfte Ihren Personalbedarf decken können? Wir beraten Sie kostenlos und unverbindlich.
PersonalvermittlungPlus vermittelt qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland an deutsche Unternehmen — branchenübergreifend und passgenau. Von der Rekrutierung bis zur Integration, alles aus einer Hand.